Kulinarische Rundreise in Umbrien

Geschrieben von Gabi am 19. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Land und Leute, Tipps und Tricks

Welche Küche könnte eine Region haben, in der der hl. Franziskus geboren wurde? Umbrien ist von mittelalterlichen Orten geprägt, in denen bis heute eine unverfälschte, spirituelle Atmosphäre vorherrscht, gerade in den kleinen Städten, die wie ausgewogene Meisterwerke anmuten. In einer Region mit ausgedehnten Waldflächen, Flüssen, Felsmassiven und von Weinbergen und Olivenhainen überzogenen Hügeln schufen die Umbrier eine einfache, kräftige und bodenständige Küche. Wie in der Toskana regieren auch hier Bratspiesse und Grill, auf dem in Umbrien unvergleichlich schmackhaftes Fleisch gebraten wird und die Schnepfen, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Hasen und Wildtauber in freier Wildbahn gejagt werden. Als einfach Würze genügt ein herrliches Olivenöl, das aufgrund seines feinen Aromas zu den besten Italiens gezählt wird.

Es gibt in Italien viele verschiedene Olivensorten und zahlreiche Methoden, sie haltbar zu machen. Das älteste Rezept zum Konservieren von Oliven stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., und zwar von einem Botaniker namens Columella. Er rät, die Oliven zum Kochen zu bringen, abtropfen zu lassen und dann in einem Tongefäss mit Schichten aus Salz und Kräutern zu bedecken.

In Assisi, sollte man es nicht verpassen ein typisches Regionalgericht zu kosten: Cipollata, ein Zwiebelgemüse. Gepflegt werden hier bescheidene Zutaten, in denen die spirituelle Atmosphäre des Orts auf besondere Weise zum Ausdruck kommt. Eine echte Spezialität dieser Stadt betrifft den Bereich der Süssspeisen: die berühmte Rocciata di Assisi, ein mit Wein getränktes und mit reichlich Trockenfrüchten gefülltes Gebäck.

Und schliesslich spiegelt sich die Harmonie und die Leichtigkeit von Städten wie Perugia, Gubbio, Assisi oder Città di Castello auch in den Gerichten der Region wider.

Umbrien ist die einzige Region Italiens, die nirgends ans Meer grenzt. Das Gebiet ist Überwiegend gebirgig und waldreich, besonders im Osten, wo die höchsten Berge und die engsten Täler zu finden sind. Das Klima ist nicht vom ausgleichenden Mittelmeer geprägt, die Sommer sind warm, aber nicht ständig trocken, die Winter rauh, Niederschläge fallen besonders im November und Dezember. Im Westen liegt ein fruchtbares Hügelland, das sehr an die Toskana erinnert. Besonders die Region um Perugia und Orvieto bezaubert durch sanfte Hügel und anmutige Täler mit ertragreichen Böden. Vom Tiber durchflossen ist dies eine der wasserreichsten Regionen. Die vorwiegend von der Landwirtschaft lebt. Wein und Getreide, Sonnenblumen, Gemüse, Oliven und Obst werden angebaut. Schweine, Rinder und Schafe gezüchtet. In Umbrien findet man viele Flüsse und Seen mit delikaten Fischen. So isst man hier Tegamaccio, eine Fischsuppe, die nur aus Süsswasserfischen gekocht wird. Der Lago Trasimeno, 30 km westlich von Perugia gelegen, ist der grösste See Mittelitaliens. Er liefert ungewöhnlich grosse, köstliche Karpfen.

Als geheimes Feinschmeckerzentrum Umbriens gilt Norcia, eine kleine Stadt in den Bergen. Sie ist berühmt für ihre Schinken von kleinen, schwarzen Schweinen, die mit Kastanien und Eicheln gefüttert werden. Und für den besten Schafkäse und schwarze Trüffeln.

Die schwarzen Trüffel von Norcia und Spoleto. In keiner anderen Gegend geht man so freizügig mit dieser sündhaft teuren Knolle um wie hier: Anstatt sie in feinen Scheibchen kurz vor dem Servieren über das Gericht zu hobeln, wird sie hier zusammen mit Öl, Sardellenfilets und Knoblauch im Mörser zerrieben und als Sauce unter Spaghetti gemischt. Oder man hobelt grosse Mengen davon über einfache Eierspeisen oder sie werden in Papier gewickelt und auf offenem Feuer gebraten werden.

Norcia zu erwähnen, und zwar besonders wegen der Vielfalt und hohen Qualität der von ihnen stammenden Schinken, Würste und Räucherwaren. Norcia ist für seine Schweinefleischverarbeitung so berühmt, dass ein Römer, der von einem norcino spricht, damit keinen Bürger von Norcia meint, sondern einen Schweineschlachter. Weitere Erzeugnisse der Stadt Norcia sind eine grosse Auswahl frischer und geräucherter Wurstarten und mazzafegati Schweineleberwurst, die mit Knoblauch, Pfeffer und Piniennüssen zubereitet wird. Das Endprodukt wird mit Fenchel parfümiert und hat einen nussartigen, würzigen Geschmack. In Umbrien und besonders im Tibertal gedeihen viele Gemüsesorten. Der Stangensellerie von Trevi, den man in Tomatensauce dünstet, ist besonders beliebt. Die Spezialität von Cannara sind Zwiebeln.

Umbrische Pilze - Steinpilze, Honigschwamm und Eierpilze -wachsen im Schatten der Buchen- und Kastanienwäldchen. Zu den bescheideneren umbrischen Gerichten zählt cardi alla perugina eine essbare Distel, die in Olivenöl, Zitronensaft und gehackter Petersilie mariniert und dann mit einem Teig umgeben gebraten wird. Weit exotischer sind die herrlichen schwarzen Trüffeln aus Umbrien, die im Geschmack voller als die französischen sind. Spaghetti al tartufo, Spaghetti mit Trüffeln, sind ein ganz besonderer Genuss. Die Trüffeln feingehackt und am Tage zuvor in einer Mischung aus Olivenöl, Knoblauch, und Anschovispaste mariniert, schmecken auf diese wie besonders feine Hühnerleber.

Norcia ist wegen seiner Küche so berühmt, dass von dort auch die angeblich besten umbrischen Trüffeln stammen sollen. Tatsache ist jedoch, dass es in Spoleto genauso gute Trüffeln gibt und man dort behauptet, sie seien hier noch früher als in Norcia entdeckt worden. In jedem Falle schätzten die alten Römer die Trüffeln aus Spoleto besonders hoch. Selbst die Franzosen, die über eigene Trüffeln verfügen, importieren viele von dort. Andere Nahrungsmittel der Provinz sind Süsswasserfische aus den Seen Piediluco und Trasimeno. Eine Spezialität des Lago di Trasimeno ist die Plötze - lasca -, welche die Bürger von Perugia seit dem 16. Jahrhundert zum Andenken an Papst Pius V. ihrem Bischof als Präsent schickten. In diesem See gibt es auch Forellen und Flussbarsche sowie Meeräschen und Aale. Die Weine Umbriens sind wohlschmeckende, ehrliche Tafelweine ohne besonderes Kennzeichen. Man macht so wenig Aufhebens von ihnen, dass manche nicht einmal einen Namen haben. Als ich einmal in der mittelalterlichen, sehenswerten, von einer dreifachen Mauer umgebenen Stadt Todi ass, brachte man mir einen anonymen Rotwein in einer Karaffe. Er war warm und leicht spritzig. Als ich mich jedoch nach seinem Namen erkundigte, erklärte man mir, er hätte keinen. Der wächst gleich ausserhalb der Mauern, sagte der Kellner. Diesem namenlosen Gewächs war ein Rotwein sehr ähnlich, den ich vorher in Perugia probiert hatte. Er war halbsüss und samtig und hiess Montefiascone, aber ich kann ihn auf keiner Weinliste finden. Zusammen mit diesen Weinen servierte man mir ein Gericht, das ich ebenfalls nirgendwo verzeichnet finde - eine Verbindung von Kalbslende und Leber.

Ein umbrischer Wein allerdings hat einen berühmten Namen - Orvieto. Er ist vorwiegend als Weisswein bekannt und war ursprünglich süss; im Mittelalter, als man die lieblichen Weine höher als herbe schätzte, war Orvieto das Lieblingsgetränk der Päpste. Noch heute wird ein süsser Orvieto gekeltert, aber der beliebteste ist trocken und wird in bauchige Flaschen mit Strohhüllen abgefüllt. Er ist blassgelb und hat einen zarten Geschmack, der angenehm intensiv wird, wenn er durch die Kehle rinnt. Die Päpste des Mittelalters, die in Rom ihren Orvieto tranken, wurden zumindest zeitweilig vor eifersüchtigen Rivalen im Nordosten durch Vorposten in den Marken oder Grenzgebieten abgeschirmt. Dieses Gebiet bildete fast tausend Jahre lang die Grenze des Kirchenstaates. Im 9. Jahrhundert bestanden die Marken aus den drei Bezirken Ancona, Fermo und Camerino, aber im 13. Jahrhundert wurden sie von Papst Innozenz III. zusammengeschlossen. Heute umfassen die Marken die vier Bezirke Ancona, Ascoli Piceno, Macerata und Pesaro-Urbino.

In Cerreto di Spoleto, in der Provinz Perugia, ist die schwarze Trüffel auch König des lokalen Marktes, der von November bis März jeden Donnerstag stattfindet.

Musikliebhaber werden Spoleto allerdings in den Monaten Juni und Juli bevorzugen, denn dann findet dort - wie schon seit 40 Jahren - ein grosses internationales Musikfestival statt, bei dem sich die ganze Stadt in eine einzige Bühne verwandelt, und an jeder Strassenecke Opern, Theaterstücke oder Ballette aufgeführt und viele Konzerte gegeben werden. Zahlreich sind die umbrischen Orte, die man unbedingt besuchen sollte, angefangen bei Orvieto, das im Süden der Region an der Grenze zu Latium liegt. Der Dom der Stadt stellt eines der bedeutendsten italienischen Baudenkmäler dar, und in seinen Mauern birgt er den berühmtesten Freskenzyklus des Jüngsten Gerichts von Luca Signorelli.

Weltruhm erlangte Orvieto auch wegen des Weins, der hier produziert wird. Der trockene oder liebliche Orvieto ist der ideale Begleiter für Caciotta und Pecorino, zwei Käsesorten, die von den umbrischen Schäfern meisterhaft zubereitet werden.

In Perugia sollte man es nicht versäumen, die Galleria Nazionale dell’Umbria zu besuchen, in der Meisterwerke der italienischen Malerei wie etwa die »Madonna mit Kind« von Duccio da Boninsegna, das grosse Polyptychon von Fra Angelico und die Anbetung der Heiligen Drei Könige von Perugino ausgestellt werden.

Perugia steht auch für ganz besondere kulinarische Genüsse wie etwa die Palombacci alla perugina, mit rohem Schinken umwickelte gebratene Wildtauben und die Minestra di carne, die Fleischsuppe. Diesbezüglich ist anzumerken, dass die weissen Chianina Rinder aus der Gegend, von Perugia dem Chiana – Tal aufgrund der vorzüglichen Qualität ihres Fleisches besonders berühmt sind.

In Umbrien legt man dagegen keinen grossen Wert auf die Primi, doch verdienen es einige ursprüngliche Antipasti besonders erwähnt zu werden: Mezzafegato, ein Gericht aus Schweineleber, Orangenschale, Pinienkernen, Rosinen und Zucker, der mit Knoblauch und Pfeffer , gewürzte Capocollo, eine Wurst, Budellucci, mit Fenchelsamen aromatisierte, geräucherte und am Spiess oder auf dem Grill gebratene Schweinedärme, oder Castaldo tartufato, ein mit weisser Trüffel verfeinerter Käse aus Schaf- und Kuhmilch.

Bevor man Umbrien wieder verlässt, sollte man noch einige der typischen Dolci der Region probieren: Apropos Süsse: Aus Perugia, der Hauptstadt Umbriens nördlich von Rom, kommt das beste italienische Konfekt, ja vielleicht das beste, das es überhaupt gibt. Aber Perugia hat noch andere, ebenso berühmte Spezialitäten: torcolo, ein in Olivenöl getränktes, gebackenes Kuchenbrötchen, das man traditionsgemäss zu Weihnachten, Neujahr und zum Fest des hl. Konstantin - am 29. Januar -isst, und porchetta perugina, die scharf gewürzte Spanferkelzubereitung dieser Provinz.

Im Karneval gibt es die Cicerchiata ein einfacher, mit Hagelzucker und bunten Streuseln verzierter Kuchen. Berühmt sind ferner das Pan pepato, gepfeffertes Brot aus Spoleto und Foligno, sowie das Pannociato, Brot mit Walnüssen. Dabei handelt es sich um einfaches Gebäck, das besonders gut zu einem Glas Vin Santo schmeckt.

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Das Schwarze Gold aus Norcia - Trüffel

Geschrieben von Gabi am 18. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Land und Leute, Tipps und Tricks

Lat. Tuber melanosporum, auch Pérgord-Trüffel genannt. Kann roh verzehrt werden, würzt aber auch verschiedene Speisen.

Die Piemontesen haben Alba, die Toskaner San Miniato, und die Umbrier fahren nach Norcia, wenn sie Trüffeln kaufen wollen. Während im Piemont und in der Toskana die weissen Trüffeln vorherrschen, ist Umbrien für seine schwarzen Trüffeln bekannt, obwohl es auch hier helle Varietäten gibt. Der Streit der Köche und Trüffelliebhaber, welche Art die schmackhaftere sei, wird wohl nie entschieden werden. Fest steht nur, dass die schwarze Trüffel vielseitiger ist als ihre weisse Schwester, denn sie kann roh gegessen werden und eignet sich auch als würzende Beigabe oder Füllung für Saucen, Pasteten und Nudeln, ohne beim Erhitzen ihr Aroma zu verlieren. Die umbrischen Trüffelgebiete erstrecken sich entlang der Flüsse Nera, Corno und Sordo bis hin zu den Monti Martani und den Bergen bei Trevi und Subasio. Die schwarze Pilzknolle wird vornehmlich in der Gegend von Norcia und Spoleto gesammelt, um Gubbio findet man weisse Arten und in ganz Umbrien kann man auch auf schwarze Wintertrüffeln sowie auf schwarze und weisse Sommertrüffeln stossen.

Schwarze Trüffelsorten

Die schwarze Norcia Trüffel
(Tuber melanosporum)

Wird hauptsächlich in der Gegend um Norcia und Spoleto gesammelt. Sie gedeiht hoch oben auf Hügeln und Bergen und bevorzugt die Nachbarschaft von Eichen, Steineichen und Nussbäumen, in der sie dann kreisrunde, graslose, glatte Flächen, die sogenannten pianelli, ausbildet. Die Norcia-Trüffel hat eine schwarze, mit leicht eingedellten Warzen überzogene Haut. Ihr Fruchtfleisch ist schwarz-violett und von einer klaren, weissen Äderung durchzogen. Sie duftet zart und angenehm. Die Suche dieser Delikatesse ist nur zwischen dem 1. Dezember und dem 15. März erlaubt.

Schwarze Wintertrüffel (Tuber brumale Vitt.)

Wächst in verschiedenen Regionen und stellt keine besonderes hohe Ansprüche an ihren Standort. Ihre Haut ist dunkel und hat Warzen., die bei Berührung aber nicht stechen. Ihr graues Fruchtfleisch zeigt scharf abgesetzte weisse Adern. Sie hat ein starkes durchdringendes Aroma. Die Saison für die Wintertrüffel dauert v. 1. Dezember bis 15. März.

Schwarze Muskattrüffel (Tuber brumale Vitt. Var. Moscatum, De Ferry.)

Ist eine enge Verwandte der schwarzen Wintertrüffel. Auch sie hat eine dunkle warzige Haut, zeigt jedoch schwärzliches Fruchtfleisch mit breiten, weissen Adern. Ausserdem erscheint die Muskattrüffel fast duftlos. Gesammelt wird vom 1. Dezember bis 15. März.

Schwarze Bagnoli – Trüffel (Tuber masentericum Vitt.)

Ist eine Abart der Norcia-Trüffel und kommt hauptsächlich in Kampanien vor, gedeiht jedoch auch auf den Bergen und in den Buchenhainen anderer Regionen. Sie hat eine schwarze, warzige Aussenhaut, ihr Fleisch ist grau und von weissen Adern durchzogen. Nicht jeder mag diese Trüffel, da sie etwas unangenehm nach Teer oder Karbolsäure riecht. Ihre Liebhaber sammeln sie vom 1. November bis 15, März.

Tipps für die Trüffelküche

Weisse Trüffeln immer roh zubereiten. Schwarze Trüffeln niemals kochen, sondern schonend erwärmen. Trüffeln nicht unbedingt mit Käse kombinieren. Trüffeln nur für Gerichte ohne starken Eigengeschmack verwenden. Vor der Zubereitung müssen die Trüffeln mit einer weichen Bürste von Erdresten befreit werden und sollten danach einige Minuten in lauwarmem Wasser einweichen. Neben dem Fruchtfleisch eignet sich auch die Rinde zum Verzehr.

Trüffeln richtig lagern

Die Erde nicht gleich entfernen, denn sie wirkt wie ein Schutzschild gegen Geschmacksverlust und Mikroorganismen. Jede einzelne Trüffel in Butterbrotpapier einwickeln und in einem geschlossenen Gefäss im Gemüsefach des Kühlschrankes oder an einem anderen kühlen Ort lagern. Das Papier jeden Tag wechseln. Trüffeln lassen sich in Öl braten und anschliessend zu einer Sauce verarbeiten, die sich im Kühlschrank über einen Monat hält. Man kann sie aber auch kleinhobeln beziehungsweise schneiden und mit etwas weicher Butter und etwas Salz zu einer geschmeidigen Paste verrühren, die sich ebenfalls gut im Kühlschrank lagern lässt.

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Granchiolini con Gorgonzola - Krabbentoasts mit Gorgonzola

Geschrieben von Gabi am 17. Mai 2012 | Abgelegt unter Rezepte

Zutaten für 3 Portionen:
370 g Krabben
80 g Gorgonzola
40 g Butter
1 Eigelb
1/2 Becher Schmand
1 Schnapsglas Cognac
6 Toastscheiben

Zubereitung:
Die Krabben waschen und aus der Schale lösen. Mit Küchenpapier trocken tupfen. In einer hohen Pfanne mit der Butter und dem Cognac dünsten.
Schmand und Gorgonzola mit einer Gabel verrühren und das Eigelb unterrühren. Die Toastbrotscheiben leicht toasten und mit der Schmand-Gorgonzola-Mischung bestreichen. Die Krabben auf die Toasts verteilen, auf ein gebuttertes Blech legen und einige Minuten im Backofen überbacken.

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Schnapsbrennen (7) - Das Programm

Geschrieben von Lorenz am 16. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Rezepte

Das Excelsheet besteht aus den Seiten:

• Ansatzprotokoll
• Gärprotokoll
• Gärunterbrechungsmassnahmen
• Brennprotokoll
• Verdünnungsprotokoll

Die Bedienerführung ist kinderleicht und erfolgt mit ausführlichen Kommentaren.

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Weitere Details und ein Excel Sheet mit vielen Rezepten bei www.schnapsbrennen.info

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Schnapsbrennen (6) - Abfüllen und Etikettieren

Geschrieben von Lorenz am 15. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Rezepte

Im Fachhandel sind spezielle Flaschen für Schnaps erhältlich. Man sollte 0,2 oder 0,33 Liter Flaschen verwenden, da unsere Produktionsmenge sicherlich nicht groß sein wird. Achten Sie beim Abfüllen darauf, daß im Flaschenhals ein etwa 2 cm hohes Luftpolster verbleibt, da sich der Schnaps bei höheren Temparaturen ausdehnt. Die Flaschen verschliesst man mit neuen, im Fachhandel erhältlichen, Korkstöpseln. Keinesfalls sollte man gebrauchte Korken verwenden.Das Etikett ist die Visitenkarte eines edlen Getränkes. Ein selbst hergestellter Schnaps, in einem schönen Fläschchen mit einem eigens gefertigten Etikett ist immer eine Freude und willkommenes Geschenk. Benutzen Sie leere, mit Hilfe eines PC Programmes erstellte Etiketten, die sie mit der Hand beschriften. Dies gibt dem Produkt eine individuelle Note.

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Weitere Details und ein Excel Sheet mit vielen Rezepten bei www.schnapsbrennen.info

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Schnapsbrennen (5) - Verdünnung

Geschrieben von Lorenz am 14. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Rezepte

Zur Bestimmung des Alkoholgehaltes einer Alkohol-Wasser-Mischung bedient man sich eines Aräometers. Mit diesem Alkoholmesser wird das spezifische Gewicht der Mischung gemessen. Da Alkohol um ca. 20% leichter als Wasser ist, sinkt das Aräometer um so tiefer in die Mischung ein, je höher der Alkoholgehalt der zu messenden Mischung ist. Mit der Verdünnungsformel W = M * ( (A – B) / B ) kann man die Menge des zuzufügenden destillierten Wassers berechnen. Geben Sie die errechnete Menge des destillierten Wassers langsam zu und beobachten Sie die Alkoholstärke mit dem Aräometer.

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Schnapsbrennen (4) - Brennvorgang

Geschrieben von Lorenz am 13. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Rezepte

Beim Brennen, korrekterweise beim Destillieren, wird die gefilterte Maische verdampft, der Dampf steigt auf und kühlt in einem Kühler wieder ab. Dadurch kondensiert er und wird flüssig. Das Ergebnis ist das Destillat. Beim Brennvorgang ändert sich die Zusammensetzung des Destillats. Dies betrifft nicht nur den Alkoholgehalt, sondern auch den Geruch und den Geschmack. Man unterscheidet daher das gewonnene Destillat in: Vorlauf (stark und giftig), Edellauf (wohlschmeckend, nach Verdünnung trinkbar), Nachlauf (schwach, nicht giftig, schmeckt scheußlich).

Die Länge dieser Phasen ist je nach Art des verwendeten Rohstoffes verschieden. Diese müssen daher individuell unter Zuhilfenahme eines Geschmacksprofils bestimmt werden. Die zeitliche Komponente spielt hierbei keine Rolle. Der gesamte Brennvorgang bei einer 2l Anlage dauert etwa 30-40 Minuten. Für das Geschmacksprofil stellen wir kleine Gläschen bereit und füllen eines nach dem anderen mit dem herausrinnenden Destillat. Beim Brennen einer gefilterten Fruchtmaische mit etwa 13-14% vol Alkohol erhalten wir beim Brennen einen mittleren Alkoholgehalt von etwa 62% vol.

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Schnapsbrennen (3) - Filtrierung

Geschrieben von Lorenz am 12. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Rezepte

Aus der Maische entsteht bei erfolgreicher Gärung ein Fruchtwein mit etwa 13-14% vol Alkohol. Damit der Brennvorgang starten kann, muß zunächst die Maische gefiltert werden, damit sie beim Brennen nicht anbrennt. Die festen Bestandteile enthalten weder Alkohol noch Geschmacksstoffe, so dass man auf diese ohne weiteres verzichten kann. Außerdem geben sie beim Brennen Fuselöle ab, die einen unangenehmen Nachbrenngeschmack erzeugen.

Zum Filtrieren benutzt man ein Glasfasergitter mit der Maschenweite von etwa 1 mm. Aus diesem Material erstellen wir uns einen Filtersack und nähen diesen um einen Ring, der den gleichen Durchmesser wie die Öffnung des Maischefasses hat. Dieser Filtersack wird nun in das Maischefass gehängt. Der flüssige Teil der Maische tropft nun langsam in etwa 2 Tagen durch.

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Schnapsbrennen (2) - Gärprozess

Geschrieben von Lorenz am 11. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Rezepte

Nach Einsetzen des Gärprozesses blubbert das Kohlendoxid durch den Gärspund. Die Gärung sollte bis zum Ausgären nicht unterbrochen werden. Daher ist es unabdingbar täglich die Raumtemperatur zu kontrollieren und auf Blubbergeräusche zu achten. Alle 4 Tage ist der obergärige Maischebrei in die Flüssigkeit unterzurühren. Jede Woche ist eine Messung des Alkoholgehaltes und des pH Wertes durchzuführen. Sollte die Gärung einmal unterbrochen werden, so kann man versuchen diese wieder in Gang zu setzen, in dem man die gleiche Menge Sherryreinzuchthefe und Hefenährsalze wie zum Start der Gärung und eine zu bestimmende Menge Zucker hinzufügt.

Fruchtweine haben je nach Fruchtart eine Alkoholstärke, welche aus der natürlichen Gärung des in der Frucht enthaltenen Fruchtzuckers entstanden ist, in der Regel zwischen 2 und 13 vol%. Den höchsten Alkoholgehalt hat Sherry oder Portwein mit 16 vol%. Bei einer sich im Gärungsprozess befindlichen Maische muss regelmäßig der Alkoholgrad mit Hilfe eines Vinometers gemessen werden. Da Alkohol dünnflüssiger ist als Wasser und zuckerhaltige Flüssigkeiten, ist das Anhaftungsvermögen (Adhäsion) geringer. Man füllt daher die zu messende Flüssigkeit in ein Glasröhrchen mit einer engen Kapilare. Je höher der Alkoholgehalt desto mehr sinkt die Flüsigkeit im Röhrchen hinab.

Wenn die vergorene Maische einen Alkoholgehalt von etwa 13-14 vol% erreicht hat, dies ist in der Regel nach ca. 40 - 50 Tagen der Fall, kann der Brennvorgang vorbereitet werden.

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Schnapsbrennen (1) - Maische

Geschrieben von Lorenz am 10. Mai 2012 | Abgelegt unter Kochkurse, Rezepte

Der Ansatz der Maische erfolgt in mehreren Schritten. Am ersten Tag füllen Sie den vorbereiteten Fruchtbrei in ein sauberes Fass mit ausreichender Größe. Das Fass ist ggf. mit speziellem Reinigungsmittel auf Schwefelbasis zu säubern. Füllen Sie nun Leitungswasser im gleichen Volumen auf. Insgesamt darf das Fass nicht mehr als ¾ gefüllt sein.

Rühren Sie nun die Enzyme, z.B. Antigel, Pectinex, Pectinol oder Gärfix unter. Diese verhindern ein Gelieren der Maische, machen diese also dünnflüssiger ohne die Aromaintensität zu beeinflussen. Dass Fass bleibt nun 2 Tage stehen. Verhindern Sie auf alle Fälle das Eindringen von Schmutz und Bakterien, indem Sie das Fass mit einem Gärspund verschließen.

Nach 2 Tagen geben Sie die Milchsäure, die Hefenährsalze und 1/3 der notwendigen Zuckermenge hinzu. Prüfen Sie den Säuregehalt auf pH 3 und durchmischen die Maische mit Hilfe eines Universalrührstabes (Handbohrmaschine) bis der Ansatz zu schäumen beginnt.

Nach einer weiteren Woche bzw. zwei Wochen wird jeweils 1/3 der notwendigen Zuckermenge hinzugefügt.

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